EXCON Unternehmensgeschichte: Fast 40 Jahre verlässlicher Partner
Erfahren Sie, wie sich EXCON von einem Startup der 1980er-Jahre zu einem europaweit tätigen Lösungsanbieter für Finance, Automotive und Insurance entwickelt hat. Die Unternehmensgeschichte zeigt zentrale Meilensteine, prägende Entscheidungen und spannende Einblicke in fast 40 Jahre Wandel, Wachstum und gelebte Partnerschaft.
Springen Sie hier zu den einzelnen Meilensteinen unserer Unternehmensgeschichte:
1987: Neue Mobilität, neue Finanzierungsmodelle, neue Anforderungen
Das Jahr 1987 steht für mehrere Entwicklungen, die Alltag, Verwaltung und Mobilität in Deutschland nachhaltig prägten. Der neue Personalausweis im Scheckkartenformat wurde eingeführt, die Volkszählung lieferte dem Staat aktuelle Daten, und in der Automobilbranche gewann die leistungsstarke 16V-Technologie deutlich an Bedeutung.
Mit der wachsenden Attraktivität höherwertiger Fahrzeuge stieg zugleich der Bedarf an flexiblen Finanzierungslösungen. Neben klassischen Ratenmodellen etablierte sich zunehmend das aus den USA kommende Leasing als attraktive Alternative, insbesondere für Selbstständige und Unternehmen. Parallel wurden betriebliche Fuhrparks ausgebaut, unterstützt durch Banken, Finanzdienstleister und Autohäuser.
Mit der zunehmenden Verbreitung finanzierter und geleaster Fahrzeuge entstanden jedoch auch neue operative Herausforderungen. Gerät eine Kundin oder ein Kunde mit seinen Zahlungen in Rückstand, muss das Fahrzeug unter Umständen gesichert und an den Verkäufer oder Finanzierer zurückgeführt werden. Für Banken und Autohäuser gehört diese Aufgabe jedoch nicht zum Kerngeschäft.
Aus diesem konkreten Marktbedarf heraus entstand EXCONs erster Servicebereich: die professionelle Fahrzeugsicherstellung.
1988: Der nächste Schritt
Ende der 1980er-Jahre suchten viele ehemalige Bundeswehrangehörige und Polizisten nach neuen beruflichen Perspektiven. Während zahlreiche Ex-Staatsdiener in klassische Sicherheitsdienste wechselten, erkannten Rolf Marx, Jürgen Geis und Uwe Hoensch eine deutlich spezifischere Marktchance.
Auf Basis ihrer Erfahrung, ihres Organisationstalents und ihres Verständnisses für rechtssichere Abläufe entwickelten sie eine neue Dienstleistung: die professionelle Sicherstellung finanzierter Fahrzeuge. Ziel war es, Finanzdienstleister bei der Rückführung nicht bezahlter Fahrzeuge strukturiert und stets im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben zu unterstützen.
Mit zunehmender Nachfrage wurde schnell deutlich, dass diese Dienstleistung weit mehr erforderte als Abholung oder Überführung. Gefragt waren Verhandlungsgeschick, Fingerspitzengefühl, rechtliche Sicherheit, operative Stärke und eine professionelle Organisation.
Am 11. April 1988 gründeten Uwe Hoensch, Rolf Marx und Jürgen Geis in Neu-Isenburg das Unternehmen EXCON. Uwe Hoensch übernahm die Geschäftsführung. Damit entstand aus einer zunächst regionalen Geschäftsidee die Grundlage für die weitere Entwicklung des Unternehmens.
1989/1990: Dynamik durch neue Märkte
Der Mauerfall 1989 und die Wiedervereinigung 1990 veränderten Deutschland grundlegend. Für EXCON bedeutete diese Zeit vor allem eines: neue Märkte, neue Anforderungen und neue Chancen.
Mit der Auflösung der Nationalen Volksarmee entstand ein großes Potenzial an qualifizierten Fachkräften, die nach neuen beruflichen Perspektiven suchten. Viele ehemalige Offiziere und Unteroffiziere verfügten über Erfahrung, Disziplin, Organisationstalent und Durchsetzungsvermögen. Alles Eigenschaften, die im jungen Markt der Fahrzeugsicherstellung besonders gefragt waren.
EXCON erkannte diese Chance früh und gewann gezielt geeignete Mitarbeitende für den weiteren Aufbau des Unternehmens. Einer von ihnen war Jürgen Schulz, ehemaliger Major der NVA, der ab 1991 eine wichtige Rolle in der Entwicklung von EXCON übernehmen sollte.
Gleichzeitig eröffnete die Wiedervereinigung neue wirtschaftliche Möglichkeiten. Die Nachfrage nach Konsumgütern, Fahrzeugen und Finanzierungen stieg stark an. Damit wuchs auch der Bedarf an professionellen Dienstleistungen rund um finanzierte Fahrzeuge. Für EXCON begann eine Phase hoher Dynamik, in der das Unternehmen wachsen, Strukturen weiterentwickeln und sich in einem zunehmend anspruchsvollen Markt behaupten musste.
1991–1994: Professionalisierung und Wachstum
Zwischen 1991 und 1994 entwickelte EXCON interne Strukturen, Prozesse und Geschäftsfelder konsequent weiter. Parallel zur Stärkung der Organisation baute das Unternehmen seine Leistungen für Banken, Versicherungen und Autohäuser aus, insbesondere in den Bereichen Fahrzeugwiederbeschaffung, Sicherheitsdienstleistungen, Geld- und Werttransporte sowie Bankenbewachung.
Ein wichtiger Meilenstein war 1991 der Aufbau der ersten Niederlassung in Ostdeutschland durch Jürgen Schulz in Dresden. In der Dynamik der Nachwendezeit erschloss EXCON neue Märkte, gewann qualifizierte Mitarbeitende und erweiterte sein Netzwerk.
Mit Investitionen in Fahrzeuge, Technik und spezialisierte Teams professionalisierte EXCON den operativen Betrieb weiter. Gleichzeitig entstand mit den Forensic Services ein zusätzliches Geschäftsfeld, das die vorhandene kriminalistische und juristische Expertise bündelte.
Bis 1994 war EXCON bundesweit mit 15 Filialen vertreten. Der Umsatz wuchs in dieser Phase durchschnittlich um rund 100 Prozent pro Jahr. Ein starkes Zeichen für die erfolgreiche Entwicklung vom regionalen Anbieter zum bundesweit präsenten Dienstleister.
One step ahead: Innovation als Haltung
Innovation war bei EXCON von Beginn an mehr als ein Schlagwort. Bereits Anfang der 1990er-Jahre setzte das Unternehmen konsequent auf IT, zu einer Zeit, in der Computer in vielen Verwaltungen und Unternehmen noch keine Selbstverständlichkeit waren. Außendienst, Niederlassungen und zentrale Prozesse wurden früh digital unterstützt und Schritt für Schritt professionalisiert.
Mit der Einführung mobiler Rechner, E-Mail-Kommunikation und später intranetbasierter Workflows beschleunigte EXCON die Auftragsbearbeitung, verbesserte die Datenqualität und erhöhte die Effizienz im operativen Geschäft. Gleichzeitig hatte Datensicherheit früh hohe Priorität. Sensible Mandanten-, Projekt- und Vorgangsdaten wurden professionell geschützt und gesichert.
Ab Mitte der 1990er-Jahre entwickelte EXCON die Digitalisierung konsequent weiter. Unter der Leitung spezialisierter IT-Verantwortlicher entstanden interne Systeme, maßgeschneiderte Anwendungen und digitale Workflows, die später auch Mandanten zugutekamen. Daraus entwickelte sich ein zunehmend digitales Leistungsportfolio, von Prozessautomatisierung über Bestands- und Forderungsmanagement bis hin zu mobilen Anwendungen und Echtzeitinformationen.
Heute steht EXCON für die Verbindung aus operativer Erfahrung, technologischer Kompetenz und praxisnaher Softwareentwicklung. Die frühe Bereitschaft, neue Wege zu gehen, wurde zu einem festen Bestandteil der Unternehmenskultur und zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für Mandanten und Mitarbeiter.
2000–2016: Neue Märkte, digitale Lösungen und weiteres Wachstum
Mit dem Start ins neue Millennium eröffnete sich für EXCON eine Phase neuer technologischer und geschäftlicher Möglichkeiten. Das Unternehmen nutzte die zunehmende Digitalisierung, um Prozesse weiterzuentwickeln, neue Geschäftsfelder zu erschließen und mandantenspezifische Lösungen auf den Markt zu bringen.
Ein zentraler Schritt war der Einstieg in den Automotive-Bereich. Durch die Zusammenarbeit mit Kreutz Automotive und die spätere Integration des Unternehmens entstand die Grundlage für die EXCON Automotive Services GmbH. Unter der Führung von Bettina Guggemos entwickelte sich daraus ein wachsendes Geschäftsfeld, insbesondere in den Bereichen Händler-Audits, After-Sales, Teile und Zubehör.
Mit europaweiten Audit-Aufträgen, neuen Standorten in der Schweiz, Spanien und Österreich sowie dem Ausbau softwaregestützter Prozesse gewann EXCON weiter an Dynamik. Die Digitalisierung großer Datenmengen wurde zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor und stärkte die Position des Unternehmens im Markt.
Die Finanzkrise ab 2008 stellte EXCON vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig wurde sie zum Impuls, das Geschäftsmodell breiter aufzustellen. Neben Automotive rückte der Versicherungsmarkt stärker in den Fokus. Ab 2010 entstand mit der EXCON Insurance Services GmbH ein weiteres tragfähiges Geschäftsfeld rund um Schadenmanagement, Sachverständigennetzwerke, Qualitätssteuerung und Prozessoutsourcing.
Auch hier setzte EXCON konsequent auf eigene digitale Lösungen. Nach einer intensiven Entwicklungsphase ging 2016 eine leistungsfähige Software zur Auftragserfassung und Prozesssteuerung an den Markt. Damit verband EXCON operative Expertise, Netzwerkkompetenz und Digitalisierung zu einem skalierbaren Leistungsmodell.
Aus den Erfahrungen dieser Jahre entstand ein breiteres Unternehmensprofil: Automotive, Financial Services und Insurance bildeten zunehmend den strategischen Dreiklang von EXCON. Die Fähigkeit, neue Märkte zu erkennen, Krisen als Entwicklungschance zu nutzen und digitale Lösungen praxisnah umzusetzen, wurde zu einem prägenden Erfolgsfaktor des Unternehmens.
2010–2018: Digitalisierung, neue Services und internationale Skalierung
Ab 2010 entwickelte EXCON seine digitalen Kompetenzen konsequent weiter und übertrug sie zunehmend auf neue Geschäftsfelder. Mit der Gründung der EXCON Insurance GmbH entstand ein weiterer zentraler Bereich, der Versicherungen beim Schadenmanagement, bei der Prozesssteuerung und bei der Betrugsprävention unterstützt.
Dabei verband EXCON digitale Effizienz mit operativer Expertise vor Ort. Qualifizierte Gutachter, Ermittler, Sanierungsbetriebe und Fachpartner wurden zentral gesteuert und in standardisierte Prozesse eingebunden. So konnten Schadenfälle schneller, transparenter und serviceorientierter bearbeitet werden.
Auch im Automotive-Bereich blieb Digitalisierung ein wesentlicher Wachstumstreiber. EXCON entwickelte mobile Anwendungen für Fieldteams, digitale Audit- und Reportingprozesse sowie die EXCON Digital Suite, mit der zentrale Services appbasiert nutzbar wurden. Ziel war es stets, Prozesse der Mandanten nicht nur zu digitalisieren, sondern nachhaltig zu verbessern.
Die digitale Aufstellung beschleunigte zugleich die internationale Expansion. Nach Standorten in Österreich, der Schweiz und Spanien folgte 2013 Italien. 2016 war EXCON Automotive nach dem Gewinn eines Großauftrags bereits in 48 Ländern tätig.
Parallel reagierte EXCON auf neue Marktmodelle, veränderte Kundenbedürfnisse und die wachsende Bedeutung von Services, Automatisierung und Plattformlösungen. Mit der Gründung der EXCON Information Management im Jahr 2016, später als fintus ausgegründet, entstand ein weiterer Baustein für die Digitalisierung traditioneller Finanzprozesse.
Bis 2018 hatte sich EXCON zu einem Unternehmen entwickelt, das operative Erfahrung, digitale Technologie und starke Netzwerke verbindet. Neue Services, mobile Lösungen und zentrale Plattformen machten komplexe Prozesse einfacher, schneller und skalierbarer.
Seit 2019: Vom Dienstleister zum digitalen Lösungsanbieter
Seit 2019 hat EXCON die digitale Transformation des eigenen Geschäftsmodells konsequent weitergeführt. Aus der Verbindung von operativer Erfahrung, Branchenkenntnis und eigener Softwareentwicklung entstand ein zunehmend produktorientiertes Leistungsportfolio für Automotive, Finance und Insurance.
Im Mittelpunkt stehen heute skalierbare Softwarelösungen, digitale Plattformen und automatisierte Prozesse, die komplexe Abläufe schneller, transparenter und effizienter machen. Dazu zählen unter anderem Anwendungen für Fahrzeugtracking, Bestandsmanagement, Audits und Prozesssteuerung, die als eigenständige Lösungen oder integriert in bestehende Services eingesetzt werden können.
Parallel baut EXCON den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, OCR und automatisierten Workflows weiter aus. Ein eigener IT-Bereich für KI sowie Partnerschaften mit Technologieunternehmen aus Bereichen wie Robotics, Computer Vision, Connected Car und Cyber Security stärken die Innovationsfähigkeit des Unternehmens.
Damit hat sich EXCON seit 2019 vom digital unterstützten Dienstleister weiter zu einem Anbieter integrierter Software- und Servicemodelle entwickelt. Die Stärke liegt in der Kombination aus Technologie, operativer Umsetzung, Partnerökosystem und tiefem Marktverständnis.